Archive for Februar, 2011

Stadt Brake warnt vor Kaffeefahrten

Der Ordnungsverwaltung der Stadt Brake (Unterweser) sind in den vergangenen Tagen von aufmerksamen Bürgerinnen eine Reihe von dubiosen Einladungen zu angeblichen Gewinnübergaben zugeleitet worden.

Mit den Einladungen der Firmen „Jensen-Weise-Feldhaus“ aus 49649 Behten, „Zentrale Gewinnverteilung“ bzw. „Agentur Kaminsky“ aus 49627 Essen, „Konten-Verwaltungszentrum“ aus 49751 Sögel, sind wieder die üblichen Kaffeefahrtenveranstalter aus dem Raum Cloppenburg aktiv geworden. Jeweils wird wieder der Eindruck erweckt, die angeschriebene Person könne einen Geldgewinn in Höhe von 970,04 Euro, 10.000,00 Euro oder 2.500,00 Euro in Empfang nehmen. Wie bei dubiosen Anbietern üblich, werden auch hier wieder Lockmittel, wie „wunderschönes Rahmenprogramm“, „tolles Tagesprogramm“ oder „Jahreseröffnungsfahrt“ jeweils völlig kostenlos und mit Verpflegung, eingesetzt, obwohl niemand an einem Preisausschreiben, Gewinnspiel, einer Lotterie oder ähnlichem der genannten Firmen teilgenommen hat. Woher soll also dieser Gewinn stammen?

Tatsächlich handelt es sich um Kaffeefahrten, mit ungewissem Ziel.

Besonders dreist verhält sich die angebliche Firma „Konten-Verwaltungszentrum“ bzw. „zentrale Gewinnverteilung“ aus Sögel, die nach einem angeblichen Erinnerungsschreiben jetzt Reisebestätigungen versandt hat, obwohl die angeschriebenen Personen sich gar nicht angemeldet hatten. Bei Nichtteilnahme werden Regresskosten in Höhe von 19,90 Euro androht. Seriöse Anbieter tun so etwas nicht. Niemand braucht Regressforderungen zu befürchten.

Quelle: www.brake.de

Dreieinhalb Jahre Haft für GEZ-Betrüger

Mit gefälschten Mahnbriefen hat ein 17-jähriger Lausitzer im Namen der Rundfunk-Gebühreneinzugszentrale GEZ versucht an das Geld seiner Opfer zu kommen. Dieser muss nun für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.

Der junge Mann, der zur Tatzeit noch 15 Jahre alt war, wurde vom Gericht in 223 Fällen des Betruges und in sieben Fällen der Urkundenfälschung für schuldig befunden. Für die Kosten in Höhe eines 5-stelligen Betrages muss der verurteilte Lausitzer aufkommen.

Quelle und vollständiger Bericht: Lausitzer Rundschau

Betrugsmasche: angeblicher Eintrag im Branchenbuch

Fast allen ist es bekannt, ein nach Branchen sortiertes Telefonverzeichnis, welches in Form eines größeren Buches zum schnellen Nachschlagen bei der Suche nach einer Firma bzw. einem Dienstleisters behilflich ist.

Genau hier setzt nun eine neue Betrugsmasche an. Von Täterseite wurden in jüngster Vergangenheit deutschlandweit Faxe an die unterschiedlichsten Firmen und Unternehmer versandt. In diesen Schreiben findet sich das Angebot, die Erreichbarkeit und Telefonnummer der jeweiligen Firma in ein Branchenbuch aufzunehmen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um das allseits bekannte Buch mit der bestimmten Farbe, sondern um eine Betrugsmasche. Die Betrüger bedienen sich eines ähnlich klingenden Namens für ihr Branchenbuch, das ganze noch versehen mit dem Namen der jeweils nächst größeren Stadt als Zusatz.

Eine 27-jährige Frau aus dem Landkreis Neu-Ulm erhielt ein solches Schreiben. Sie entschied sich, die von der Familie geführte Tankstelle mit seinen Erreichbarkeiten in diesem Branchenbuch aufnehmen zu lassen. Nachdem sie, ohne das Kleingedruckte gelesen zu haben, das unterschriebene Fax zurückgesandt hatte, musste sie einige Tage später überrascht feststellen, dass bei der Tankstelle eine Rechnung von knapp 600 Euro ins Haus geflattert kam. Die Frau kündigte umgehend den Vertrag und erstattete bei der Polizeiinspektion Memmingen Anzeige wegen Verdacht des Betrugs.

Wie ermittelt werden konnte, gehört die auf dem Werbefax angegebene Telefonnummer einer seriösen Firma aus Frankfurt, die mit dieser Masche nichts zu tun hat. Zwischenzeitlich ergab sich aufgrund der Ermittlungen der Polizeiinspektion Memmingen ein Tatverdacht gegen einen 22-jährigen Mann aus Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Ermittlungshandlungen sind hier erforderlich.

Die Polizei warnt in solchen Fällen eindringlich davor, auf derartige Faxschreiben zu antworten. Es empfiehlt sich, auch im Internet anhand der entsprechenden Firmenangaben zu schauen, ob hier evtl. eine Betrugsmasche vorliegen könnte. Im aktuellen Fall wird auf unterschiedlichen Verbraucherschutzseiten bereits vor derartigen „Spam-Faxen“ gewarnt.

Quelle: Bayerische Polizei

Internet Betrüger in Thailand festgenommen

Am Montag, den 21.02.2010 wurde ein aus Meinhard bei Eschwege stammender 38-jähriger Mann auf der thailändischen Ferieninsel Phuket von den dortigen Polizeibehörden festgenommen. Nach diesem Mann wurde seit geraumer Zeit mit internationalem Haftbefehl wegen Betrugstaten gefahndet. Die nunmehr erfolgte Festnahme ist auf die gute Zusammenarbeit von der Polizeidirektion Werra-Meißner (Kriminalpolizei Eschwege), der Staatsanwaltschaft Kassel, dem Hessischen Landeskriminalamt, dem Bundeskriminalamt, der Deutschen Botschaft in Bangkok und den thailändischen Ermittlungsbehörden zurückzuführen.

Hintergrund:

Im Oktober 2004 setzte sich der damals 32-jährige Meinharder aus Deutschland nach Südostasien ab. Erste Erkenntnisse über seinen neuen Aufenthaltsort erlangten die ermittelnden Kriminalbeamten aus Eschwege im Rahmen des Informationsaustausches nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004. Mit dem internationalen Haftbefehl wird dem Beschuldigten vielfacher gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

So soll er bereits ab dem Jahr 2004 bis zu seiner Festnahme seinen Lebensunterhalt durch die Begehung von Straftaten (Warenbetrügereien im Internet) bestritten und dabei eine Vielzahl von Personen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz geschädigt haben. Der angerichtete Vermögensschaden soll sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen. Der Festgenommene soll sich bei den Taten hauptsächlich Internetauktionsplattformen bedient haben. Auf diesen soll er hochpreisige Waren zum Schein angeboten und sich sodann die Kaufbeträge per Vorkasse überwiesen lassen haben.

Dabei soll er auch Personen, die er unter Verwendung von Legenden (Aliasnamen, Scheinfirmen) unter Vortäuschung seiner Seriosität und Lieferfähigkeit angeworben haben soll, als Warenagenten eingesetzt haben. Diese Warenagenten führten z.T. die Internetauktionen eigenhändig durch. Sie selbst sollen, nachdem die Waren nicht geliefert werden konnten und die Käufer ihr Geld wiederhaben wollten, durch die Taten des Beschuldigten zum Teil in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht worden sein.

Quelle: Pressemitteilung der Sta Kassel/ Polizeidirektion Werra-Meißner

„1.500Euro stehen zur Auszahlung.“ So beginnt das Schreiben von „Das Telefonbuch – Ihr örtliches Verzeichnis für Deutschland 2010/2011“, das jetzt auch vor Thüringer Briefkästen nicht halt macht. Pünktlich zum Erscheinungstermin habe das örtliche Telefonbuch ein Gewinnspiel durchgeführt.

Die glücklichen Gewinner sollen das Geld „in netter Atmosphäre und bei ausgelassener Stimmung“ feierlich überreicht bekommen. Partner, Freunde und Bekannte sind selbstverständlich gern gesehen. Auch für das leibliche Wohl habe man gesorgt. Und wie immer bei solchen „Anlässen“ locken Geschenke, u.a. „ein Handy der neuesten Generation“.
Verbraucher sollten sich von diesen Schreiben nicht auf den Leim führen lassen, warnt Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale Thüringen.

Statt eines üppigen Geldsegens erwartet die Betroffenen bei solchen Anlässen in der Regel eine Kaffeefahrt mit Verkaufsveranstaltung.

Quelle: Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen

Abofallenkönig Michael Burat vor Gericht

Er gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Köpfe des sogenannten „Frankfurter Kreisels“: Michael Burat, 35. Sein Geschäftsmodell: über Dutzende Lockvogelseiten lotst er arglose Internetnutzer in die Falle. Die werden in der Folge mit drohend klingenden Mahnschreiben gedrängt, 96 Euro für ein angeblich abgeschlossenes Abo zu bezahlen.

Seit Jahren berichtet AKTE über das Firmengeflecht um Michael Burat und die Ermittlungen mehrerer Staatsanwaltschaften.

Jetzt steht er erstmals als Angeklagter vor einem Strafgericht – und vor der AKTE-Kamera

Quelle und vollständiger Bericht Sat1 – Akte 2011

Polizei warnt vor dubiosen Anrufen aus Berlin

In den letzten Wochen erhielt eine Frau aus dem Raum Kelheim zwei dubiose Anrufe.

Die Anrufer gaben vor, dass sie im Namen einer Rechtsabteilung aus Berlin anrufen würden. Sie erzählten der Seniorin aus dem Landkreis dann, dass ihre Daten in die Schweiz verkauft worden sind. Um aus einem Jahresvertrag, der offensichtlich abgeschlossen worden sein soll, herauszukommen, sollte die Frau aus dem Landkreis drei Monatsbeiträge von je 59 Euro überweisen. Nach Eingang dieser Zahlungen würden dann der Vertrag und die dazugehörigen Daten gelöscht. Seit die Frau vorgab, einen Anwalt mit der Regelung der Angelegenheit zu beauftragen, sind keine weiteren Anrufe mehr eingegangen.

Die Kelheimer Polizei weist darauf hin, dass bei Eingehen solcher Anrufe nach Möglichkeit, die auf dem Display angezeigten Telefonnummern sowie die exakte Uhrzeit des Anrufes notiert werden sollen, um so eine Basis für die Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen zu erlangen.

Quelle: Pressemeldung – Bayerische Polizei