Archive for the ‘ Telefon Abzocke ’ Category

Wie eine 80-jährige per Telefon abgezockt wird

„Dann machen wir jetzt zu Ihrer Sicherheit einen Datenabgleich“, tönt es aus dem Hörer. Bestimmend, rasend schnell kommen die Sätze hintereinander. Dem Opfer bloß keine Zeit zum Nachdenken geben. Fast immer will die Schnellsprecherin von der überforderten Rentnerin nur ein „Ja“ hören.

Als die Anruferin alle Daten hat, drückt sie de Rentnerin ein Gewinnspiel-Abo aufs Auge, für 59 Euro. An 200 Gewinnspielen werde die Wiesbadenerin pro Monat teilnehmen, wie auch an der „Superrente“.

Hannah S. hat das Gespräch längst vergessen, da flattert ihr eine Zahlungsaufforderung ins Haus: 242 Euro fordert die Volox Inkasso, im Auftrag der FS Zahlungsverwaltungsmanagement. Zahlungsverzug plus Inkassokosten. Beim Abbuchen vom Konto sind die Abzocker gescheitert: Weil das Konto über Jahre hinweg regelrecht geplündert wurde, hat die Bank in Absprache mit der 80-Jährigen solchen Abbuchungen einen Riegel vorgeschoben.

Quelle und vollständiger Bericht: Wiesbadener Tagblatt

Vorsicht kriminelle Schreckens Botschafter unterwegs

Bei Anruf Schock! Die Masche zieht immer wieder. Die Betrüger erzählen ihren Opfern, dass ein Verwandter an einem Autounfall beteiligt gewesen sei, bei dem ein Mensch verletzt wurde. Um eine Strafe oder Schadensersatzforderungen des Opfers abzuwenden, sollen die Angehörigen eine Entschädigung zahlen. Laut Polizei liegt die geforderte Summe meist zwischen 2.000 und 20.000 Euro.

Allein in Dortmund seien in den vergangenen zwei Wochen neun solcher Fälle gekannt geworden, die Dunkelziffer dürfte jedoch wesentlich größer sein. Die Masche sei zudem kein reines Dortmunder Phänomen, sondern über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Keinen Cent zahlen!
Wer einen solchen Anrufe erhalte, solle keinesfalls auf die Forderungen der Betrüger eingehen, rät die Polizei. Stattdessen sei es sinnvoll, mit dem angeblich in den Unfall verwickelten Angehörigen Kontakt aufzunehmen und auch die Polizei zu benachrichtigen.

Quelle: e110 Das Sicherheitsportal

Betrugsmasche: Per Anruf in die Telefon-Falle

Wer aus heiterem Himmel von Fremden angerufen wird, die zum Gewinn eines Kosmetikgutscheins über 100 Euro oder anderen tollen Sachen gratulieren, sollte sofort auflegen. Lässt sich der Angerufene neugierig in ein Gespräch verwickeln, landet er postwendend in der Abo-Falle. Spätestens mit der nächsten Telefonrechnung hat er dann Kosten von 9,90 Euro am Hals – pro Woche.

Auf der nächsten Telefonrechnung der Telekom oder von Mitbewerbern finden Betroffene unter „Beträge anderer Anbieter“ den ominösen Posten über ein „Mehrwertdiensteabo“ für 9,90 Euro. Pro Woche. Grundlage ist ein angeblicher Vertrag mit Gewinnspieleintragungsdiensten wie winfinder.com oder glücksfinder.net, der die Teilnahme bei 200 Gewinnspielen sichert. Gefordert wird das Geld meist von der „telomax GmbH“ aus Frankfurt am Main.

Quelle und vollständiger Bericht: op-online

Polizei warnt Vor Betrügern am Telefon

Eine Gruppe unbekannter Täter wendete sich in den vergangenen Wochen telefonisch an ältere Menschen im Stadtgebiet von Leipzig. Die Täter teilen hierbei mit, dass die Angerufenen einen größeren Gewinn erzielt haben. Als Hintergrund wird meistens erwähnt, dass die Glückspilze mal bei einem Preisausschreiben mitgemacht oder bei einer Lotterie gewonnen haben. Als Gewinnspannen werden Bargeldsummen zwischen 40.000 – 80.000 EUR in Aussicht gestellt bzw. auch Fahrzeuge vom Typ Mercedes genannt.

Es werden Notare oder Rechtsanwälte namentlich benannt, die zu den Modalitäten der Gewinneinlösung zurückgerufen werden sollen. Bei den vollendeten Handlungen wurde den Geschädigten von diesen Personen erklärt, dass sie einen Unkostenbetrag (z.B. Überführung des Fahrzeuges, Zollgebühren), der bis zu 2000 EUR liegt, zu entrichten hätten. Dieser sollte in Form einer Überweisung per Western Union von Filialen der Postbank in Leipzig aus gezahlt werden. Als Empfänger werden den Opfern Adressaten in Istanbul mitgeteilt. Bei erfolgreichen Transaktionen wird mit den Opfern abermals Kontakt aufgenommen und Gründe mitgeteilt, warum weitere Überweisungen erforderlich sind. Ein Leipziger hat auf diese Art und Weise insgesamt drei Mal Geld in die Türkei überwiesen, so dass ein Schaden in Höhe von 2700 EUR entstanden ist.

Quelle sowie weitere Informationen: Polizeidirektion Leipzig

Vorsicht vor der Nummer 03060989120

Mit einer Nachricht über einen gescheiterten Zustellungsversuch fängt alles an. Was dann manchmal folgt, ist leider kein willkommenes Paket, sondern eine gepfefferte Rechnung.

Einige Berliner fanden in letzter Zeit eine freundliche Mitteilung auf ihrem Anrufbeantworter vor, mit der sie gebeten wurden, die Berliner Telefonnummer 60 98 91 20 zurückzurufen. Hintergrund sei ein Paket, das der Zustellung harre.
Wer diese Nummer wählt, so schildern Verbraucher, hört den Satz: “Hallo mein Schatz, dieser absolut tabulose Service kostet dich diesen Monat nur 80 Euro.” Wie dieser vollkommen ungerechtfertigte Betrag eingezogen werden soll, bleibt vorerst schleierhaft. Doch nach Erfahrungen der Verbraucherzentralen haben derartige “Dienste” in der Vergangenheit nochmals denselben Verbraucher angerufen, um angeblich ein weiteres Paket auszuliefern. Hier wurde nach der Anschrift gefragt.

“Verbraucher sollten telefonische Adressabgleiche unbedingt verweigern”, rät Susanne Nowarra von der Verbraucherzentrale Berlin. “Wenn jemand die Daten herausgegeben hat und später eine Rechnung erhält, sollte er sie auf keinen Fall bezahlen”, empfiehlt die Juristin, “denn es handelt sich hier schlichtweg um Betrug.”

Quelle: Verbraucherzentrale Berlin

Petersberg in Hessen ist mittlerweile eine bekannte Adresse. Von dort nämlich kommen seit mehreren Jahren zweifelhafte Forderungen für erotische Telefon-Dienstleistungen von einem noch zweifelhafteren Unternehmen. Was 2005 und 2006 noch MRC Media hieß, war danach TRC Telemedia, erst kürzlich warnte die Verbraucherzentrale Sachsen vor Czech Media s.r.o. und nunmehr steht Bohemia Factoring s.r.o. im Briefkopf der dubiosen Rechnungen, allesamt mit der Postfachadresse 1107 in 36094 Petersberg.

“Wie ein Chamäleon wechselt das Unternehmen seinen Auftritt”, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, “und so wie das Reptil seine Gestalt ändert, um vom potenziellen Opfer nicht erkannt zu werden, glaubt das Unternehmen mit seinem immer wieder neuen Gewande offenbar in gutgläubigen Verbrauchern leichtere Beute zu finden”. Die Masche, der man sich dabei bedient, hat sich dagegen über die Jahre nur wenig geändert. Die Verbraucher erklären regelmäßig, eine der angegebenen Nummern niemals gewählt zu haben. Denkbar ist dagegen, dass die Betroffenen eine der Rufnummern auf ihrem Display vorfanden und diese daraufhin schlicht zurückgerufen haben. Auf diesem Wege kann das Unternehmen über die Rückverfolgung der Telefonnummer auch den Anrufer ermitteln.

“So oder so, die Rechnungen des Unternehmens sollte kein Empfänger begleichen”, rät Henschler. … Im Übrigen sollte man schriftlich über die dubiose Rechnung und auch nachfolgende Drohgebärden des Anbieters oder von Dritten nur milde lächeln. Fälle, in denen eine solche Forderung vor Gericht durchgesetzt wurde, sind der Verbraucherzentrale Sachsen nicht bekannt.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

Dubiose Inkassopost von Bohemia Factoring s.r.o.

Czech Media Factoring benannte sich vielmehr kurzerhand erneut um und nennt sich jetzt Bohemia Factoring. Denn zu viele Verbraucher brachten mit dem alten Namen die bereits bekannte Masche in Verbindung und ignorierten die unberechtigten Zahlungsaufforderungen. Die dubiose Firma gibt eine Postfachadresse in Fulda und eine Postanschrift im tschechischen Plzen an. Dies ist nicht die erste Namensänderung: TRC Telemedia, MB Direct Phone, Roxborough Management, Pepper United hieß das „Unternehmen“ in den letzten zwei Jahren.

Das Vorgehen hat sich mit dem neuen Namen allerdings nicht geändert: Der Verbraucher erhält eine Rechnung, die ihm unterstellt, er habe eine sogenannte Sex-Hotline angerufen. Als Beleg dafür dient die dort verzeichnete Rufnummer des Verbrauchers. Diese erlangt Bohemia Factoring durch einen einfachen Trick. Man ruft bei Abwesenheit an in der Hoffnung, der Angerufene sieht die Nummer und ruft zurück. Tut er dies, hat die Firma die Rufnummer des Verbrauchers und kann darüber die Postadresse ermitteln. Wenige Tage später findet sich die erste Rechnung über die Inanspruchnahme einer Sex-Hotline in Höhe von € 90,- im Briefkasten.

„Wir raten nach wie vor jedem Verbraucher dazu, diese Fälle zur Strafanzeige bei der Polizei zu bringen und die Forderung nicht zu begleichen. In keinem der uns vorliegenden Fälle ist es zu einem Vertragsschluss gekommen. Das einzig spannende an diesen Fällen ist also nur, wie diese Firma wohl als nächstes heißen mag.“

Quelle: Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein